Agenten-Zentrale

Missionen führen

Eine Mission ist der Schritt von „mach diese Aufgabe“ zu „erreiche dieses Ziel“. Du formulierst das Ziel, ein Lead-Agent zerlegt es in einen Plan, du gibst den Plan frei, ein Team von Agenten arbeitet ihn ab, und am Ende legt der Lead dir einen Abschlussbericht zur Abnahme vor. Zwei Kontrollpunkte bleiben dabei immer bei dir: der Plan am Anfang und der Abschluss am Ende. Dieser Artikel geht den ganzen Weg durch, samt allem, was unterwegs auf deine Entscheidung wartet.

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Missionen sind der jüngste und am wenigsten erprobte Teil der Agenten-Zentrale. Die Mechanik ist vollständig gebaut und abgesichert, aber die Zahl der wirklich durchgelaufenen Missionen ist bislang klein. Nimm für deine erste Mission ein Ziel, dessen Ergebnis du ohnehin prüfen würdest, und einen Vorgang, in dem nichts Kritisches passiert. Besonders wenig Praxis haben die Feld- und Sende-Vorschläge weiter unten.

Voraussetzungen

  • Du brauchst das Recht „Missionen verwalten“ — sonst siehst du die Ansicht Missionen gar nicht.
  • Du brauchst mindestens einen aktiven Agenten. Gibt es keinen, sagt die Seite das und verweist auf Agenten-Zentrale → Agenten.
  • Dein Lead-Agent braucht das Werkzeug „Mission ausführen“. Ohne das kannst du die Mission anlegen, aber nicht starten.
  • Die beteiligten Agenten brauchen „Missions-Aufgaben ausführen“, damit sie ihre delegierten Aufgaben selbst abarbeiten — und zusätzlich „Nachrichten senden“, wenn sie Nachrichten entwerfen sollen.
  • Willst du, dass die Mission wirklich etwas tut, brauchst du eine veröffentlichte Vorlage, aus der ein Vorgang entstehen kann.

Die Auswahlliste für den Lead-Agenten kennzeichnet einen Agenten ohne das Werkzeug „Mission ausführen“ mit der Marke „keine Freigabe“ und dem Hinweis, welches Werkzeug fehlt. Achte beim Anlegen darauf — sonst merkst du es erst, wenn „Mission starten“ nicht funktioniert.

Schritt 1: die Mission anlegen

Unter Agenten-Zentrale → Missionen legst du mit „Neue Mission“ eine an. Sie entsteht als Entwurf — bis du sie aktivierst, passiert nichts.

Ziel
Was erreicht werden soll. Das Pflichtfeld und der wichtigste Text der ganzen Mission: Der Lead-Agent leitet daraus die Vorlage, die Kategorie und die Aufgaben ab. Formuliere ein Ergebnis, keine Tätigkeit — „Der Neukunde ist vollständig onboardet und hat seine Zugänge“ führt zu einem besseren Plan als „Onboarding machen“.
Erwartetes Ergebnis
Optional. Beschreibt, wie „fertig“ aussieht. Nutze es für Abnahmekriterien, an denen du den Abschlussbericht später messen willst.
Lead-Agent
Der Agent, der das Ziel zerlegt, den Plan vorlegt, delegiert und am Ende den Abschlussbericht schreibt. Genau einer je Mission.
Verknüpfter Vorgang
Optional. Der Vorgang, in dem der Lead Aufgaben anlegen und delegieren darf — und nur dort, nie organisationsweit. Lässt du ihn leer, legt der Lead beim Start selbst einen aus der von ihm gewählten Vorlage an.
Beteiligte Agenten
Nur diese Agenten können in dieser Mission delegierte Aufgaben erhalten. Speichere sie mit „Teilnehmer speichern“. Ein Agent, der nicht Teilnehmer ist, bekommt nichts — auch wenn er in der Organisation aktiv ist.
Reviewer
Ein Häkchen neben genau einem Teilnehmer. Dieser zweite Agent prüft Plan und Abschluss, bevor sie zu dir kommen. Optional; ohne Reviewer läuft die Mission ohne diesen Schritt.

Verknüpfst du keinen Vorgang und legt der Lead auch keinen an, kann er keine Aufgaben anlegen und nichts delegieren — die Mission dient dann reiner Planung. Die Oberfläche weist dich darauf hin. Das ist ein legitimer Anwendungsfall, aber selten der, den man beabsichtigt.

An einem Vorgang arbeitet immer höchstens eine Mission. Ist ein Vorgang bereits einer laufenden Mission zugeordnet, trägt er in der Auswahl die Marke „belegt“ und zeigt, welche Mission ihn bearbeitet — mit einem Link dorthin. Erst wenn du diese Mission abschließt oder abbrichst, wird der Vorgang wieder frei. So kann nicht zweimal dieselbe Nachricht vorbereitet und verschickt werden.

Schritt 2: aktivieren und starten

Eine Mission durchläuft fünf Zustände: Entwurf, Aktiv, Wartet auf Freigabe, Abgeschlossen und Abgebrochen. Mit „Aktivieren“ machst du aus dem Entwurf eine laufende Mission. Ist der verknüpfte Vorgang inzwischen von einer anderen Mission belegt, wird das Aktivieren mit genau dieser Begründung abgelehnt — samt Link zu der Mission, die ihn bearbeitet.

„Mission starten“ übergibt das Ziel dann wirklich an den Lead-Agenten. Er zerlegt es in einen Plan: eine passende veröffentlichte Vorlage, — falls deine Organisation Kategorien nutzt — eine passende Kategorie, und konkrete Aufgaben, jede einem Teilnehmer zugedacht. Während er arbeitet, siehst du „Der Lead-Agent erstellt einen Plan …“.

Bis hierher ist nichts Reales passiert. Der Plan ist ein Vorschlag, kein Vorgang. Es wurde kein Vorgang angelegt, keine Aufgabe verteilt und nichts verschickt.

Schritt 3: den Plan freigeben — der erste Kontrollpunkt

Ist der Plan fertig, erscheint er unter „Plan freigeben“. Du siehst, welchen Vorgang er starten würde, welche Kategorie er gewählt hat und welche Aufgaben er an wen verteilen will. Die Kategorie kannst du vor der Freigabe noch ändern.

  • „Freigeben“ setzt den Plan um: Der Vorgang wird angelegt und die Aufgaben werden an die beteiligten Agenten delegiert.
  • „Ablehnen“ öffnet ein Feld für eine Begründung (optional) und verwirft den Plan. Die Mission läuft weiter, aber der Plan ist weg — du kannst das Ziel schärfen und neu starten.

Hast du einen Reviewer benannt, steht sein Urteil direkt an der Freigabe-Karte: „Sieht gut aus“, „Mit Anmerkungen“ oder „Nicht geeignet“, jeweils mit seinen konkreten Bedenken. Willst du trotz eines „Nicht geeignet“ freigeben, fragt bricksta noch einmal nach.

Das Review ist eine reine Zweitmeinung: Der Reviewer ändert nichts am Plan und blockiert nichts — die Entscheidung bleibt bei dir. Auch das Review nutzt das Budget des Reviewer-Agenten; reicht es nicht, wird die Freigabe trotzdem angezeigt, mit einem Hinweis, dass kein Review erstellt wurde.

Schritt 4: das Team arbeiten lassen

Nach der Plan-Freigabe arbeitet nicht nur der Lead-Agent. Jeder beteiligte Agent, dem du das Werkzeug „Missions-Aufgaben ausführen“ gegeben hast, bearbeitet die ihm zugewiesenen Aufgaben selbstständig: Er hält sein Arbeitsergebnis als Notiz an der Aufgabe fest und schließt sie über sein eigenes Ausführungsrecht ab.

Am Missions-Detail findest du dafür den Knopf „Team arbeiten lassen“. Er lässt die noch offenen Aufgaben abarbeiten — du kannst ihn beliebig oft drücken. Danach sagt dir die Mission, was passiert ist: dass gearbeitet wurde, dass gerade nichts zu tun war, oder dass unten etwas auf deine Entscheidung wartet.

Aufgaben, die einem Menschen zugewiesen sind — oder einem Agenten, dem du „Missions-Aufgaben ausführen“ noch nicht gegeben hast — bleiben offen. Das ist kein Fehler, sondern die Grenze der Autonomie. Der Abschlussbericht weist diese Aufgaben am Ende gesondert aus.

Bringt ein Lauf die Mission nicht voran, obwohl offene Aufgaben da sind, ist der häufigste Grund ein Arbeitslauf, der zu lange gebraucht hat und abgeschnitten wurde. Drücke „Team arbeiten lassen“ noch einmal — oder teile den Plan beim nächsten Mal in kleinere Schritte.

Feld-Vorschläge prüfen: die Ausgabe-Felder einer Aufgabe

Hat eine Aufgabe strukturierte Ausgabe-Felder, füllt der Agent sie nicht einfach aus — er schlägt Werte vor. Am Missions-Detail erscheinen sie unter „Feld-Vorschläge zur Prüfung“: je Feld der vorgeschlagene Wert, den du übernehmen, ändern oder abwählen kannst. Du hast drei Wege: „Werte freigeben“ nimmt sie an, „Überarbeiten“ gibt sie mit einer Begründung zurück, „Verwerfen“ beendet die Sache.

Manchmal legt der Agent nicht einen Vorschlag vor, sondern mehrere vollständige Alternativen — etwa drei Themen mit je einer Kernbotschaft. Dann steht über den Feldern eine Leiste „Alternativen — wähle eine“. Du tippst eine an, siehst darunter genau ihre Werte und kannst sie wie gewohnt bearbeiten. Freigegeben wird immer nur die gewählte Alternative, nie eine Mischung aus zweien: die Teile eines Vorschlags gehören zusammen, und für eine Paarung, die der Agent nie vorgeschlagen hat, stünde niemand gerade. Nach der Freigabe steht an der Karte, welche Alternative es geworden ist.

Unter einem vorgeschlagenen Wert stehen die „Belege“: worauf der Agent jede nachprüfbare Aussage darin stützt. Zu einer Zahl, einem Namen, einem Datum nennt er den Wissenseintrag, aus dem sie stammt — so kannst du prüfen statt vertrauen. Meinungen, Thesen und Verallgemeinerungen brauchen keinen Beleg und sind als „Meinung“ gekennzeichnet; sie sollen erlaubt bleiben, ein Text ohne Standpunkt hilft niemandem.

Achte auf die Kennzeichnung „unbelegt“. Sie steht an jeder nachprüfbaren Aussage, für die es keinen Wissenseintrag gibt — genau dort ist die Gefahr, dass eine Zahl oder ein Kundenname erfunden ist. Freigeben kannst du trotzdem; die Entscheidung bleibt bei dir. Prüfe diese Stellen aber selbst, besonders wenn der Text nach außen geht und unter deinem Namen steht. Nennt der Agent eine Quelle, die es in seinem Wissen nicht gibt, zeigt bricksta die Aussage ebenfalls als unbelegt — eine erfundene Quelle zählt nicht als Beleg.

„Überarbeiten“ ist der Weg, wenn die Richtung stimmt, das Ergebnis aber noch nicht. Du schreibst in einem Satz, was anders werden soll — und beim nächsten Arbeitslauf legt der Agent einen neuen Vorschlag vor, der deine Begründung kennt. Das kannst du so oft wiederholen, wie du möchtest; es gibt keine Obergrenze. Die Begründung ist Pflicht: ohne sie bekäme der Agent denselben Auftrag wie beim ersten Mal und hätte keinen Grund, etwas anderes zu liefern. Solange eine Aufgabe in der Überarbeitung steckt, lässt sich die Mission nicht abschließen.

Geschrieben werden freigegebene Werte nicht sofort, sondern beim nächsten Arbeitslauf — über dieselben Prüfungen wie bei einer Person: Pflichtfelder, Sichtbarkeitsregeln, Feld-Rechte. Erst danach wird die Aufgabe abgeschlossen. Ist ein sichtbares Pflichtfeld noch leer, bleibt sie offen.

Felder, die einer bestimmten Rolle vorbehalten sind, füllt der Agent nicht — dafür fehlt ihm das Feld-Recht. Sie werden übersprungen, und du trägst sie als Rollen-Träger:in selbst ein. So bleibt „wer darf welches Feld ausfüllen“ auch bei autonomer Arbeit gewahrt.

Ob überhaupt vorgeschlagen wird, entscheidest du je Mission mit der Einstellung „Feld-Ausgabe“. Sie hat zwei Stellungen: „Review“ — Feld-Werte werden erst nach deiner Freigabe geschrieben; das ist die Voreinstellung. Und „Automatisch“ — der Agent schreibt risikoarme Felder direkt, ohne dass du sie vorher siehst. Die Mission trägt dann die Marke „Auto-Modus“, und die betroffenen Werte sind am Vorgang als automatisch befüllt gekennzeichnet.

Schalte „Automatisch“ erst um, wenn du in mehreren Missionen gesehen hast, welche Werte dein Agent tatsächlich vorschlägt. Der Automatik-Modus ist gebaut und abgesichert, aber praktisch noch nicht erprobt — und er nimmt dir genau die Prüfung ab, mit der du das lernst. Ein Feld, das automatisch falsch befüllt wird, fällt erst am Vorgang auf.

Sende-Vorschläge prüfen: bevor etwas nach draußen geht

Hat eine Aufgabe das Ziel, etwas zu versenden, bereitet der Agent die Nachricht vor — Empfänger, Betreff und Text — und verschickt nichts von allein. Der Entwurf erscheint am Missions-Detail unter „Nachrichten zur Prüfung“, mit dem Kanal daneben: E-Mail, Teams oder Outlook.

  1. 1Empfänger prüfen. Der Agent schlägt nur aus bekannten Kontakten vor — Vorgangs-Beteiligte, Mitglieder, Merge-Felder; er erfindet keine freie Adresse. Du dagegen kannst Empfänger entfernen, aus Mitgliedern und Kontakten ergänzen oder eine beliebige E-Mail-Adresse eintragen.
  2. 2Betreff und Text lesen und, wo nötig, korrigieren. Beides ist frei editierbar.
  3. 3„Freigeben & senden“ drücken — oder „Verwerfen“, wenn die Nachricht nicht rausgehen soll.

Freigeben ist nicht Senden. Eine freigegebene Nachricht geht raus, wenn du das nächste Mal „Team arbeiten lassen“ drückst — nicht in dem Moment, in dem du freigibst. Und der Zeitplan, der eine Mission selbstständig weiterführt, versendet grundsätzlich nie. Wenn du eine Nachricht freigibst und dann den Tab schließt, bleibt sie liegen.

Teams erreicht nur interne Mitglieder — die Empfänger-Auswahl beschränkt sich dort entsprechend. Und im Teams-Feed erscheint nur der Betreff als Titel plus ein Link zum Vorgang; der Nachrichtentext wird dort nicht angezeigt, er bleibt in bricksta.

Bevor du einen Vorschlag über Teams oder Outlook freigibst: Beide Wege sind aus einem Agenten-Lauf heraus praktisch noch nicht erprobt — für Outlook ist uns kein erfolgreicher Versand aus der Anwendung bekannt. Der Artikel Agenten einrichten erklärt, was je Kanal eingerichtet sein muss. Probiere jeden davon einmal mit einer harmlosen Nachricht an dich selbst, bevor er eine Kundin erreicht. Der E-Mail-Weg ist davon nicht betroffen.

Nach dem Versand berichtet die Mission über den Ausgang. Sind Nachrichten rausgegangen, sagt sie das ausdrücklich, auch wenn andere gescheitert sind — ein Teilerfolg wird nie vom Problem verschluckt. Für gescheiterte Versande findest du den Grund an der Sende-Karte; hängt eine Zustellung an einer Störung, versucht der nächste Lauf es selbst noch einmal.

Sagt die Mission, ein Versand hänge an einer Störung, sende bitte nicht selbst. Der nächste Lauf übernimmt dieselbe Nachricht — sie ginge sonst doppelt raus. Nur bei „konnte nicht gesendet werden“ ist Handarbeit richtig.

Bei E-Mails schreibt bricksta später zurück, ob die Nachricht wirklich ankam: Aus „Gesendet an …“ wird „Zugestellt an …“ oder, bei einem Rückläufer, „Konnte nicht zugestellt werden“ samt Grund — dann wird die Sende-Aufgabe automatisch wieder geöffnet und die verantwortliche Person benachrichtigt. Für Teams und Outlook gibt es diese Rückmeldung nicht; dort bleibt es bei „versandt“.

Die Freigaben-Seite: alles Wartende an einem Ort

Neben den Vorschlägen am Missions-Detail gibt es die Sammelansicht Agenten-Zentrale → Freigaben. Dort laufen die Agenten-Aktionen auf, die aus deinen Vorlagen stammen — typischerweise eine E-Mail, die ein Agent senden möchte, oder eine KI-Feldbefüllung. Jede Karte nennt die Art der Aktion, den Agenten und seit wann sie wartet, und verlinkt den Vorgang.

  • „Freigeben“ führt die Aktion aus.
  • „Ablehnen“ überspringt sie dauerhaft — mit optionalem Grund für die Nachvollziehbarkeit. Der Vorgang läuft ohne diesen Schritt weiter.

Die Liste zeigt jeder Person nur die Aktionen, die sie wirklich entscheiden darf. Ist sie leer, ist nichts offen — nicht, dass du nichts sehen dürftest. Einzelne Freigaben kannst du weiterhin auch direkt an der jeweiligen Aufgabe erteilen; die Sammelansicht erspart dir nur das Suchen.

Schritt 5: abschließen — der zweite Kontrollpunkt

Sind die Aufgaben abgearbeitet, legt der Lead-Agent dir einen Abschlussbericht unter „Abschluss abnehmen“ vor. Er beschreibt, was erreicht wurde, und weist gesondert aus, was offen geblieben ist — etwa Aufgaben, die einem Menschen zugewiesen sind. Auch hier steht das Urteil des Reviewers daneben, wenn du einen benannt hast.

Mit „Freigeben“ nimmst du den Abschluss ab und die Mission ist abgeschlossen; der verknüpfte Vorgang wird damit wieder frei für andere Missionen. Mit „Ablehnen“ schickst du sie zurück — die Mission läuft weiter, und du kannst das Team weiterarbeiten lassen. Unabhängig davon kannst du eine Mission jederzeit über „Mission abbrechen“ beenden.

Solange ein Sende-Vorschlag offen ist, kannst du die Mission nicht abschließen. Entscheide ihn zuerst — freigeben oder verwerfen —, sonst bliebe eine vorbereitete Nachricht ohne Adressaten für ihre Entscheidung zurück.

Dasselbe gilt für „Mission abbrechen“: Auch abbrechen kannst du nicht, solange eine Nachricht unerledigt ist. Der Grund ist derselbe — an einer geschlossenen Mission arbeitet das Team nicht mehr, eine freigegebene Nachricht ginge also nie raus. Du hast zwei Auswege, und die Sende-Karte zeigt beide: „Team arbeiten lassen“ schickt die Nachricht wirklich raus, „Verwerfen“ nimmt die Freigabe zurück. Erst danach lässt sich die Mission schließen. Läuft gerade eine Zustellung, warte kurz — nach ein paar Minuten gilt sie als hängend und ist ebenfalls verwerfbar.

Danach: was die Mission gelernt hat

Nach dem Abschluss zieht der Lead-Agent knappe Lehren aus dem Verlauf — was funktioniert hat und was nicht — und nimmt sie in künftige Pläne mit. Läuft das nicht automatisch, findest du am Missions-Detail den Knopf „Jetzt reflektieren“.

Das Ergebnis siehst du zweifach: direkt an der abgeschlossenen Mission unter „Was aus dieser Mission gelernt wurde“, und kumuliert im Agentenprofil unter „Was dieser Agent gelernt hat“ (Agenten-Zentrale → Agenten). Kam nichts Verwertbares heraus, wird das ehrlich so ausgewiesen, statt eine Erkenntnis zu erfinden.

Eine Mission löschen

Missionen, die du nicht mehr brauchst — ein Fehlstart, ein Versuch, eine längst erledigte Sache —, kannst du am Missions-Detail ganz unten über „Mission löschen“ entfernen. Die Mission verschwindet samt ihrer Teilnehmer, offenen Freigaben und Vorschläge aus der Liste.

Zwei Sicherungen liegen davor: eine Rückfrage, und danach ein kurzes Zeitfenster. In dieser Zeit steht unten am Bildschirm ein Hinweis mit „Rückgängig“ (auch per Strg+Z bzw. Cmd+Z) — greifst du zu, wird gar nichts gelöscht. Erst wenn das Fenster abgelaufen ist, verschwindet die Mission wirklich aus der Datenbank.

Was bleibt: die Läufe und die Kosten, die diese Mission verursacht hat. Sie stehen weiter unter „Läufe & Kosten“ und in der Budgetrechnung — eine gelöschte Mission verändert also keine Zahl, über die du bereits berichtet hast. Auch was Agenten aus ihr gelernt haben, bleibt im Agentenprofil erhalten.

Eine arbeitende Mission (aktiv oder auf Freigabe wartend) lässt sich nicht löschen. Schließe sie zuerst ab oder brich sie ab — dann steht der Löschen-Knopf da. Damit kann laufende Agentenarbeit nicht mit einem Klick verschwinden.

Wenn eine Mission nicht weiterkommt

„Mission starten“ tut nichts
Meist fehlt dem Lead-Agenten das Werkzeug „Mission ausführen“. Gib es ihm unter Agenten-Zentrale → Agenten → Werkzeuge und starte erneut.
Der Lauf wird abgelehnt
Das Budget-Gateway hat abgewiesen — inaktiver Agent, fehlendes Werkzeug oder erschöpftes Budget. Die drei Ursachen und ihr jeweiliger Ausweg stehen im Artikel Budget, Kosten und Läufe.
„Gerade nichts zu tun“
Es gibt keine offene Aufgabe, die ein Agent selbst abarbeiten könnte. Sieh im Vorgang nach: Wahrscheinlich warten alle offenen Aufgaben auf Menschen — oder auf eine deiner Entscheidungen weiter unten am Missions-Detail.
Eine Aufgabe schließt nicht
Ein Pflichtfeld muss am Vorgang selbst gefüllt werden — etwa eine Person zuweisen. Trage es dort ein, dann schließt die Aufgabe beim nächsten Lauf.
Der Vorgang lässt sich nicht verknüpfen
Er ist bereits von einer anderen Mission belegt. Die Auswahl zeigt dir, welche — schließe sie ab oder brich sie ab, dann ist der Vorgang wieder frei.

Bleibt es dabei, dass du die Mission jedes Mal von Hand anstoßen musst, ist der nächste Artikel der richtige: Selbstständig weiterarbeiten erklärt den Zeitplan, der eine laufende Mission fortsetzt, auch wenn niemand die App offen hat — und was er ausdrücklich nicht tut.