Agenten-Zentrale

Selbstständig weiterarbeiten

Normalerweise geht es an einer Mission nur weiter, während du sie in der App anstößt — schließt du den Tab direkt nach einer Freigabe, bleibt sie stehen, obwohl du längst zugestimmt hast. Dagegen gibt es den Schalter „Selbstständig weiterarbeiten“. Ist er an, nimmt ein Zeitplan die Mission regelmäßig auf und führt sie weiter, auch ohne geöffneten Browser. Dieser Artikel erklärt genau, was dabei passiert — und vor allem, was nicht.

Auf dieser Seite

Der Zeitplan startet nie eine Mission, gibt weder den Plan noch den Abschluss frei und verschickt keine der Nachrichten, die dein Team vorschlägt. Diese drei Zusicherungen gelten ausnahmslos und lassen sich nicht wegkonfigurieren. Zwei Dinge laufen daneben trotzdem: automatische Schritte aus deiner Vorlage und — falls du sie eingeschaltet hast — die automatische Feld-Ausgabe. Beides steht im Abschnitt „Was der Zeitplan tut“.

Diese Funktion ist neu und war in der Praxis noch nicht im Dauerbetrieb. Schalte sie zuerst an einer einzigen, unkritischen Mission ein und sieh dir am nächsten Tag unter „Läufe & Kosten“ das Protokoll an, bevor du sie breiter nutzt.

Wo der Schalter sitzt

Der Schalter „Selbstständig weiterarbeiten“ sitzt am Missions-Detail — nicht in der Missionsliste. Du musst die Mission also öffnen. Sehen und ändern darf ihn, wer das Recht „Missionen verwalten“ hat. Voreingestellt ist er aus; du schaltest ihn je Mission ein, nicht für die ganze Organisation, damit die Entscheidung an jedem einzelnen Vorhaben hängt. Auch an einer abgeschlossenen Mission steht er noch da — dort ist er sogar wichtig, weil der Zeitplan genau dann noch die Lehren zieht. Nur an einer abgebrochenen Mission fehlt er, denn dort nimmt der Zeitplan nichts mehr auf.

An einer Mission im Entwurf wirkt der Schalter noch nicht — der Hinweis daneben sagt dir das. Starte die Mission zuerst; erst eine laufende Mission kann fortgesetzt werden.

Was der Zeitplan tut

Der Zeitplan läuft im Hintergrund und sieht alle paar Minuten nach, ob eine Mission Arbeit hat. Dieselbe Mission nimmt er dabei höchstens alle zehn Minuten auf — er hetzt sie also nicht. Findet er Arbeit, macht er genau das, was du sonst per Klick auslösen würdest.

Vorgang aufsetzen
Du hast den Plan freigegeben, aber der Vorgang wurde nie angelegt — der klassische Fall „Tab direkt nach der Freigabe zugemacht“. Dein Ja liegt vor, es fehlte nur der Motor. Der Zeitplan legt den Vorgang an und delegiert die Aufgaben.
Ausführer-Arbeit
Der Vorgang läuft, und es gibt offene Aufgaben, die ein Agent selbst abarbeiten kann. Der Zeitplan tut dasselbe wie dein Klick auf „Team arbeiten lassen“ — Aufgaben abschließen, Feldwerte schreiben, Nachrichten entwerfen.
Reflexion
Die Mission ist abgeschlossen, aber die Lehren wurden nie gezogen. Der Zeitplan holt das nach, damit die Erfahrung nicht verloren geht.

Automatische Schritte, die in deiner Vorlage stehen — etwa eine Aktion „E-Mail senden“ —, laufen dabei ganz normal weiter. Der Zeitplan legt den Vorgang an, und der Rest arbeitet wie immer. Der Unterschied betrifft nur das, was ein Agent selbst vorschlägt.

Daraus folgen zwei Fälle, die man leicht übersieht. Erstens: Setzt der Zeitplan den Vorgang auf und enthält deine Vorlage einen Sende-Schritt mit der Auslösung „Automatisch senden“, geht diese Nachricht ohne weiteres Zutun raus. Zweitens: Steht die Feld-Ausgabe dieser Mission auf „Automatisch“, schreibt der Lauf die vorgeschlagenen Werte direkt in den Vorgang, ohne dass du sie gesehen hast. Beides hat nicht der Zeitplan entschieden — du hast es vorher eingestellt. Geh beides durch, bevor du eine Mission unbeaufsichtigt laufen lässt.

Was der Zeitplan nie tut

  • Er startet keine Mission. Der erste Lauf bleibt immer dein Klick auf „Mission starten“.
  • Er gibt weder den Plan noch den Abschluss frei, und keinen Sende-Vorschlag. Feld-Vorschläge legt er dir ebenfalls vor — es sei denn, du hast für diese Mission die Feld-Ausgabe auf „Automatisch“ gestellt. Dann schreibt der Lauf die Werte ohne Zwischenschritt, auch ohne dass jemand die App offen hat.
  • Er verschickt keine Nachricht, die ein Agent vorgeschlagen hat. Auch eine, die du bereits freigegeben hast, geht durch ihn nicht raus. Automatische Sende-Schritte aus deiner Vorlage sind davon nicht berührt — die laufen weiter.
  • Er rührt eine Mission gar nicht an, solange eine Plan- oder Abschluss-Freigabe bei dir liegt. Hast du den Ball, hält er sich komplett heraus.

Der wichtigste Stolperstein: Hast du einen Sende-Vorschlag freigegeben, verschickt der Zeitplan ihn NICHT. Die Nachricht bleibt liegen, bis du die Mission öffnest und das Team einmal arbeiten lässt. Die Mission sagt dir das dann auch — aber wenn du nach der Freigabe den Tab schließt und darauf vertraust, dass der Zeitplan es erledigt, wartet die Nachricht.

Zusätzlich gibt es zwei Riegel am Lead-Agenten, die den Zeitplan sofort anhalten: Ist der Lead-Agent deaktiviert, sind alle seine Missionen eingefroren. Und fehlt ihm das Werkzeug „Mission ausführen“, läuft gar nichts — auf dem klicklosen Weg ist das der einzige Schalter, der je Agent greift. Beides ist ein wirksamer Not-Aus, wenn du eine autonome Mission schnell stoppen willst.

Der Riegel: wenn sich nichts mehr bewegt

Eine Mission, an der sich nichts tut, soll nicht endlos weiterlaufen und dabei Budget verbrauchen. Deshalb zählt bricksta mit: Bringen drei Läufe hintereinander die Mission nicht voran, pausiert sie von selbst. In der Missionsliste trägt sie dann die Marke „Pausiert“, und am Missions-Detail steht, warum.

Gezählt wird der Versuch, nicht das Ergebnis. Auch ein Lauf, der abstürzt, bevor er etwas melden kann, zählt mit. Das ist Absicht: sonst liefe eine kaputte Mission alle zehn Minuten immer wieder dasselbe teure Rennen, ohne dass irgendwo eine Spur davon entstünde.

Der Zähler beginnt von vorn, sobald ein Mensch seit dem letzten Versuch etwas entschieden hat. Das ist der Normalfall im Alltag: Bei der Voreinstellung „Review“ für die Feld-Ausgabe wartet fast jeder Lauf irgendwann auf dich — ohne diese Regel würde die Mission ständig in den Riegel laufen.

Warum eine Mission pausiert — und was jeweils hilft

Am Missions-Detail steht der Grund im Klartext. Diese Situationen gibt es:

Es gab nichts zu tun
Der Zeitplan hat die Mission dreimal aufgenommen und keine Aufgabe gefunden, die ein Agent selbst hätte abarbeiten können. Ausweg: Sieh im Vorgang nach, wem die offenen Aufgaben zugewiesen sind. Meistens hängen sie an Menschen — oder an einem Agenten, dem du das Werkzeug „Missions-Aufgaben ausführen“ noch nicht gegeben hast.
Etwas wartet auf deine Prüfung
Es liegen Feld-Vorschläge oder eine andere Entscheidung am Missions-Detail. Ausweg: Entscheide sie — freigeben oder verwerfen. Danach läuft die Mission von allein wieder an, du musst den Schalter nicht anfassen.
Eine freigegebene Nachricht wartet auf Zustellung
Du hast einen Sende-Vorschlag freigegeben, und der Zeitplan versendet grundsätzlich nie. Ausweg: Öffne die Mission und drücke einmal „Team arbeiten lassen“ — dann geht die Nachricht raus.
Die Läufe wurden abgelehnt
Meist das Budget: Das Gateway hat den Lauf abgewiesen, bevor etwas passieren konnte. Es kann auch ein deaktivierter Agent oder ein fehlendes Werkzeug sein. Ausweg: Ursache nach dem Artikel Budget, Kosten und Läufe beheben, dann den Schalter einmal aus- und wieder einschalten.
Die Läufe sind fehlgeschlagen
Ein inhaltlicher Fehler, etwa beim KI-Anbieter. Ausweg: Öffne die Mission und drücke „Team arbeiten lassen“, um zu sehen, welche Fehlermeldung wirklich kommt — im Vordergrund bekommst du mehr zu sehen als im Protokoll.
Die Läufe sind abgebrochen, bevor sie etwas melden konnten
Fast immer ein Lauf, der zu lange braucht — typisch bei einem Plan mit vielen Aufgaben. Ausweg: Öffne die Mission und lass das Team einmal von Hand arbeiten, oder teile den Plan beim nächsten Mal in kleinere Schritte.

Ist gerade nichts zu entscheiden und du willst es trotzdem noch einmal versuchen: Schalte „Selbstständig weiterarbeiten“ einmal aus und wieder an. Das setzt den Riegel zurück.

Das Protokoll: was in deiner Abwesenheit passiert ist

Was ohne dich gelaufen ist, siehst du in der Agenten-Zentrale unter „Läufe & Kosten“ in der Liste „Lief von allein“. Sie verlangt das Recht „Organisation verwalten“ und zeigt die letzten 50 Läufe; sind ältere ausgeblendet, sagt sie das darunter. Ein Klick auf die Mission bringt dich direkt dorthin.

Je Lauf steht dort die Mission, der Zeitpunkt, die Phase (Vorgang aufgesetzt, Ausführer-Arbeit oder Reflexion) und wie er ausging:

  • Vorangekommen — es wurde wirklich etwas erledigt. Daneben steht, was: abgeschlossene Aufgaben, geschriebene Felder, versandte Nachrichten, angelegte Aufgaben, gezogene Lehren.
  • Nichts zu tun — der Lauf fand keine Arbeit. Ein einzelnes Mal ist unauffällig; dreimal hintereinander pausiert die Mission.
  • Wartet auf dich — es liegt etwas zur Prüfung am Missions-Detail. Daneben steht, wie viele.
  • Wartet auf Versand — eine freigegebene Nachricht liegt bereit, und der Zeitplan versendet nicht.
  • Abgelehnt — das Gateway hat abgewiesen, mit dem Grund im Klartext daneben.
  • Fehlgeschlagen — der Lauf ist inhaltlich gescheitert.

Ist die Liste leer, hat noch keine Mission selbstständig gearbeitet — Missionen laufen erst von allein, wenn du das für sie einschaltest. Eine leere Liste ist also kein Fehler, sondern der Normalzustand, bevor du den Schalter zum ersten Mal umlegst.

Wann sich das lohnt — und wann nicht

Der Zeitplan zahlt sich dort aus, wo eine Mission viele kleine Schritte hat, die jeweils sofort weitergehen könnten: Du gibst morgens einen Plan frei, und der Vorgang ist am Mittag aufgesetzt und zur Hälfte abgearbeitet, ohne dass du zwischendurch klicken musstest.

Er lohnt sich nicht bei einer Mission, deren Aufgaben ohnehin überwiegend an Menschen hängen, und er lohnt sich nicht bei etwas, das du sowieso Schritt für Schritt begleiten willst — dort erzeugt er nur Leerläufe, bis der Riegel zuschnappt. Und er ersetzt keine Überwachung: Er tut nichts, was du nicht freigegeben hast, aber er sagt dir auch nicht von sich aus Bescheid. Der Blick ins Protokoll bleibt deine Aufgabe.

Ein guter Einstieg: Schalte ihn an einer Mission ein, die du gerade ohnehin führst, und vergleiche am Folgetag das Protokoll mit dem, was du erwartet hättest. Danach weißt du, ob deine Missionen von der Form sind, die davon profitiert.