Agenten-Zentrale

Budget, Kosten und Läufe

Das Budget ist der wichtigste Kosten-Guardrail der Agenten-Zentrale: Es wirkt vor jedem einzelnen Lauf, nicht erst hinterher. Läuft ein Agent in eine Grenze, bleibt die Aufgabe sichtbar stehen, statt still zu scheitern. Dieser Artikel erklärt die Mechanik, liest die Tabelle „Läufe & Kosten“ Spalte für Spalte und zeigt dir, wie du einen Agenten wieder zum Laufen bringst.

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Wie das Budget wirkt: reservieren, dann abrechnen

Bevor ein Agent einen Schritt ausführt, schätzt bricksta ab, wie viele Tokens er kosten wird, und reserviert diese Menge aus seinem Budget. Erst dann läuft der Schritt. Ist der Schritt fertig, wird die Reserve gegen den tatsächlichen Verbrauch verrechnet — was zu viel reserviert war, kommt zurück ins Budget.

Das hat einen wichtigen Effekt: Während ein Lauf arbeitet, ist ein Teil des Budgets gebunden und steht anderen Läufen nicht zur Verfügung. Deshalb kann ein Agent an seine Grenze stoßen, obwohl die verbrauchte Menge noch weit unter dem Limit liegt — mehrere gleichzeitige Läufe halten zusammen mehr Reserve, als jeder einzelne am Ende braucht.

Jeder Lauf wird zweimal verbucht: gegen das Budget des Agenten und gegen den Organisations-Pool. Beide müssen die Reserve decken. Ist der Pool leer, hilft ein großzügiges Einzelbudget nichts — und umgekehrt.

Bricht ein Lauf unsauber ab — etwa weil er zu lange gebraucht hat —, bliebe die Reserve sonst dauerhaft blockiert. Dagegen läuft im Hintergrund alle 15 Minuten eine Aufräumrunde: Sie schließt solche verwaisten Läufe ab, bucht ihre Reserve auf beide Budget-Zeilen zurück und stellt die betroffene Aufgabe wieder in die Warteschlange. Du musst dafür nichts tun; du siehst diese Läufe später in der Historie als abgelaufen.

Was bei Budget 0 passiert

Ein Agent mit Budget 0 ist nicht pausiert — er ist blockiert. Er nimmt weiterhin Aufgaben an, aber jeder Lauf wird abgewiesen, bevor auch nur ein Token verbraucht wird. Die Aufgabe bleibt als Vorfall stehen und wartet auf dich. Dasselbe gilt, wenn das Budget im Lauf des Monats aufgebraucht wird.

Willst du einen Agenten stilllegen, setze nicht sein Budget auf 0 — nutze den Schalter „Agent aktiv“ oben in seinen Details. Ein deaktivierter Agent führt sofort nichts mehr aus, ohne Vorfälle zu erzeugen, und seine Historie bleibt vollständig erhalten. Budget 0 dagegen produziert bei jeder zugewiesenen Aufgabe einen neuen wartenden Vorfall.

Wann sich das Budget wieder füllt

Ein Budget ist ein monatliches Kontingent: Zu Beginn jedes Kalendermonats wird der Rest automatisch wieder auf das gesetzte Token-Limit gestellt — je Agent und für den Organisations-Pool. Du musst dafür nichts tun. Was du im Monat verbraucht hast, ist damit weg; das Limit selbst bleibt unverändert stehen.

Vorher auffüllen kannst du jederzeit von Hand: Agenten-Zentrale → Agenten, den Agenten auswählen, unter „Budget (je Agent)“ das Token-Limit eintragen und „Budget speichern“ drücken. Beim Speichern wird der verbleibende Rest auf den eingetragenen Wert gesetzt — auch wenn du denselben Wert wie vorher einträgst. Das ist der Weg, wenn ein Agent mitten im Monat leerläuft.

Das Limit ist also eine monatlich wiederkehrende Ausgabe, kein einmaliger Gesamtdeckel. Setze es so, wie du es jeden Monat ausgeben würdest — und sieh in „Läufe & Kosten“ nach, wie weit die Budgets im laufenden Monat heruntergelaufen sind.

Warum ein Lauf abgelehnt wird: die drei Gründe

Bevor ein Agent handelt, prüft bricksta drei Dinge — immer in dieser Reihenfolge. Die erste Prüfung, die fehlschlägt, beendet den Lauf; die späteren werden dann gar nicht mehr erreicht. Das ist wichtig für die Diagnose: Wenn ein deaktivierter Agent auch noch ein leeres Budget hat, siehst du zuerst nur die Deaktivierung.

  1. 1Ist der Agent aktiv? Ein deaktivierter Agent wird abgewiesen, bevor irgendetwas passiert — kein KI-Aufruf, kein Versand, kein Budget-Abzug. Ausweg: den Schalter „Agent aktiv“ in seinen Details einschalten.
  2. 2Hat der Agent das nötige Werkzeug? Ein Agent ohne „Aufgaben abschließen“ kann keine Aufgabe abschließen, einer ohne „Versand“ keine Nachricht vorbereiten. Ausweg: das fehlende Werkzeug unter „Werkzeuge“ freigeben und speichern.
  3. 3Reicht das Budget für die Schätzung? Geprüft werden Agenten-Budget und Organisations-Pool. Reicht eines von beiden nicht, wird der Lauf abgewiesen — ohne Token zu verbrauchen. Ausweg: das Token-Limit erhöhen und speichern.

Wird ein zwischenzeitlich blockiertes Budget wieder frei, nimmt bricksta die betroffenen wartenden Aufgaben von selbst wieder auf — du musst nicht jeden Vorfall von Hand neu anstoßen.

Einen steckengebliebenen Agenten wieder flottmachen

Läuft ein Agenten-Schritt in eine dieser Grenzen, stallt die Aufgabe sichtbar als Vorfall. Du hast direkt an der Aufgabe drei Möglichkeiten: „Erneut“ versucht es noch einmal (sinnvoll, nachdem du die Ursache behoben hast), „Manuell erledigen“ übernimmst du selbst, und „Überspringen“ lässt den Vorgang ohne diesen Schritt weiterlaufen.

Bei einem Agenten-Vorfall führt ein Link „Agent verwalten“ direkt zum betroffenen Agenten. Dort steht oben im Klartext, woran es liegt — und zwar genau an der Stelle, an der du es beheben kannst.

„Ein Vorgang wartet: Budget erschöpft“
Das Token-Limit reicht nicht mehr. Trage unten unter „Budget (je Agent)“ ein höheres Limit ein und speichere. Prüfe zusätzlich den Organisations-Pool in „Läufe & Kosten“ — der kann die eigentliche Bremse sein.
„Ein Vorgang wartet: dieser Agent ist deaktiviert“
Der Schalter „Agent aktiv“ oben steht auf aus. Einschalten genügt.
„Ein Vorgang wartet: ein Werkzeug ist nicht freigegeben“
Dem Agenten fehlt das Werkzeug für genau diesen Schritt. Unter „Werkzeuge“ freigeben und speichern. Welches fehlt, verrät die Art der Aufgabe: eine Sende-Aufgabe braucht „Versand“, eine abzuschließende Aufgabe „Aufgaben abschließen“.
„Ein Vorgang wartet auf diesen Agenten“
Der allgemeine Fall: Der Lauf wurde abgewiesen, ohne dass eine der drei Ursachen eindeutig zugeordnet werden konnte. Sieh in „Läufe & Kosten“ nach, wann der letzte Lauf war und wie er ausging.

Die Tabelle „Läufe & Kosten“ lesen

Agenten-Zentrale → Läufe & Kosten ist eine reine Transparenzansicht — hier wird nichts entschieden und nichts geändert. Sie verlangt das Recht „Organisation verwalten“. Jede Zeile ist ein Agent; ganz eigenständig steht die Zeile „Organisations-Pool“ für das gemeinsame Kontingent aller Agenten. Hast du noch keine Agenten, sagt die Seite das und verweist auf Agenten-Zentrale → Agenten.

Agent
Name des Agenten. Ein deaktivierter trägt hier zusätzlich die Marke „inaktiv“ — praktisch, wenn du dich fragst, warum eine Zeile keine Aktivität mehr zeigt.
Aktivität
Wie viel dieser Agent gearbeitet hat: die Zahl der Läufe insgesamt, wie viele davon fehlgeschlagen sind, und wie viele Läufe gerade noch Reserve halten. Ein hoher Anteil fehlgeschlagener Läufe ist das erste Warnsignal — geh dann die drei Ablehnungsgründe oben durch.
Tokens (rein / raus)
Der tatsächliche Verbrauch, getrennt nach Eingabe und Ausgabe. Eingabe-Tokens entstehen aus dem Kontext, den der Agent liest (Vorgang, Aufgabe, Persona, Wissensbasis), Ausgabe-Tokens aus dem, was er schreibt. Ein Agent mit sehr großer Wissensbasis erzeugt viele Eingabe-Tokens, auch wenn er wenig produziert.
Budget
Der verbleibende Rest und das gesetzte Limit, als „Rest / Limit“. Steht hier „kein Budget gesetzt“, hat der Agent keine eigene Budget-Zeile — dann bremst ihn nur der Organisations-Pool.

Der schnellste Gesundheitscheck: Sieh dir die Spalte Aktivität an. Sind dort fast so viele fehlgeschlagene wie gesamte Läufe, arbeitet der Agent nicht — er wird abgewiesen. Zeigt die Spalte dauerhaft reservierte Läufe, hängt etwas; die Aufräumrunde löst das binnen 15 Minuten von selbst.

Wie ein Lauf ausgehen kann

Ein Lauf ist ein einzelner Ausführungsversuch an einer Aufgabe. Diese Ausgänge gibt es:

  • Läuft — der Schritt arbeitet gerade und hält seine Reserve.
  • Wartet auf Freigabe — der Agent hat etwas vorbereitet, das eine menschliche Entscheidung braucht. Du findest es unter Agenten-Zentrale → Freigaben oder am Missions-Detail.
  • Fertig — der Schritt ist durchgelaufen, die Reserve wurde gegen den echten Verbrauch verrechnet.
  • Fehler — der Schritt ist inhaltlich gescheitert (etwa ein Fehler beim KI-Anbieter). Die Aufgabe stallt als Vorfall.
  • Abgelehnt — das Gateway hat den Lauf vorab abgewiesen: inaktiv, fehlendes Werkzeug oder Budget. Es wurden keine Tokens verbraucht.
  • Abgelöst — ein neuerer Lauf an derselben Aufgabe hat diesen ersetzt. Das ist normal, wenn du „Erneut“ drückst.
  • Abgelaufen — der Lauf hat sich nicht mehr gemeldet und wurde von der Aufräumrunde geschlossen; seine Reserve ist zurückgebucht und die Aufgabe wieder eingereiht.

Ein Sonderfall steht nicht in dieser Liste, weil er nicht an einem einzelnen Lauf hängt: Nutzt deine Organisation die KI von bricksta (also keine eigene KI-Anbindung) und ist der KI-Zugang der Plattform vorübergehend erschöpft, scheitern alle KI-Läufe gleichermaßen — Missionen, KI-Schritte und die Vorlagen-Generierung. Damit das nicht wie Trägheit aussieht, erscheint dann in der gesamten Anwendung ein Hinweisband, das die Plattform als Ursache benennt. Es liegt in diesem Fall nicht an deiner Organisation, deinem Budget und deinen Daten; beheben kann es nur der Betreiber. Organisationen mit eigener KI-Anbindung sind von DIESEM Fall nicht betroffen und sehen das Band deshalb nicht. Es gibt allerdings einen zweiten Grund für dasselbe Band, und der trifft jede Organisation: Brechen mehrere Läufe innerhalb von 24 Stunden ab, ohne ein Ergebnis zu liefern, weist das Band darauf hin. Dahinter steckt kein Anbieter-Problem, sondern ein Lauf, der nicht zurückgekommen ist — verloren geht dabei nichts, unerledigte Arbeit bleibt offen und der nächste Lauf nimmt sie auf.

Abgelaufene Läufe sind in der Praxis der häufigste unschöne Ausgang, gerade bei Missionen mit vielen Aufgaben: ein Arbeitslauf, der zu lange braucht, wird abgeschnitten. Er kostet dich nichts, aber er bringt die Mission auch nicht voran. Der Ausweg ist fast immer, den Plan in kleinere Schritte zu teilen — weniger Aufgaben je Lauf.

Was diese Ansicht nicht kann

Zwei Grenzen, damit du nicht danach suchst. Erstens: bricksta rechnet Tokens nicht in Geld um. Es gibt keine Kostenanzeige in Euro, keine Rechnung und keine Warnschwelle in Währung — das Budget ist ein reiner Mengendeckel. Was ein Token kostet, weiß dein KI-Anbieter.

Zweitens: Die Ansicht zeigt Summen je Agent, keine Einzelliste aller Läufe mit Zeitstempel. Willst du wissen, was an einem bestimmten Vorgang passiert ist, sieh dort in den Aktivitätsverlauf — Agenten erscheinen darin als Akteure mit dem Zusatz „(KI-Agent)“. Für selbstständig gelaufene Missionen gibt es zusätzlich ein eigenes Protokoll auf derselben Seite, das der Artikel Selbstständig weiterarbeiten erklärt.